deutsch   english

"Aktion Eichhörnchen" im Wildpark von Hanau


Sabine Scholl erklärt

- Sabine Scholl erklärt -

Wie die Eichhörnchen

Nicht nur Eichelhäher und Eichhörnchen sind dieser Tage „Meister“ im Verstecken und Vergraben von Eicheln. 23 Kinder aus Hanau haben im Rahmen ihrer Ferienspiele Eicheln im Wildpark „Alte Fasanerie“ ausgesät. „Das ist `mal eine Arbeit, die wirklich Spaß macht“, so lauteten einhellig die Kommentare der engagierten Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zehn Jahren.

Gemeinsam suchte die Gruppe auf dem großräumigen Wildparkgelände zunächst nach gesunden und intakten Eicheln. „Das ist in diesem Jahr gar nicht so einfach, da die Eichelernte ziemlich dürftig ausfällt“, so Forstmuseumsleiterin Sabine Scholl. „Bei einem Großteil der Wildpark-Eichen handelt es sich zudem um Zerreichen, deren Früchte von Gallwespen parasitiert wurden. Diese so genannten „Knoppergallen“ sind an ihren helmartigen Wucherungen zu erkennen und leider nicht mehr keimfähig“, so die Försterin weiter. Ein Grund mehr für die jungen Wald- und Naturfreunde, besonders sorgfältig zu suchen.



Friedel Wenzel demonstriert den Saatstock

- Ein Saatstock -

Mit dem Saatstock aussäen

Unter alten Kiefernbäumen säten die Kinder ihr Saatgutgemisch aus Rot-, Stiel- und Zerreicheln mit großem Elan aus. Forstwirt Friedel Wenzel, Mitarbeiter des Forstmuseums im Wildpark, demonstrierte den Kindern dazu verschiedene Techniken und Werkzeuge aus dem zurückliegenden Jahrhundert. Darunter auch einen alten Saatstock. Über ein hohles Rohr, das in den Boden getreten wird, purzeln die Waldfrüchte sicher und einfach in den Mineralboden. Im nächsten Jahr will die Gruppe nachschauen, ob ihre Saat auch tatsächlich aufgegangen ist.




Wir danken Sabine Scholl, Friedel Wenzel und natürlich den Kindern für ihr Engagement und sind sehr gespannt, was sie uns im nächsten Jahr über die Entwicklung Ihrer Saat erzählen können!